Meine Grundsätze

Meine Arbeit beruht auf zwei Komponenten, die zusammen oder unabhängig voneinander betrachtet werden können.

1. Die technische Ebene

Die erste Ebene ist das Handwerk selbst.
Hier geht es um das präzise Erlernen von Nähen, Konstruktion und Maßarbeit.

Gewandschnitt ist für mich kein intuitives Ausprobieren, sondern ein nachvollziehbarer Aufbau.
Proportion, Struktur und System bilden die Grundlage.
Wer das Handwerk beherrscht, gewinnt Sicherheit, Klarheit und Freiheit im Umgang mit Form.

Diese Ebene steht für sich.
Sie kann unabhängig von allen weiteren Themen gelernt und angewendet werden.

 

2. Die Ebene des Selbstausdrucks

Die zweite Komponente betrifft den Ausdruck.
Wenn wir beginnen, uns selbst besser zu verstehen, verändert sich auch die Art, wie wir gestalten.

Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch seinen individuellen Ausdruck finden sollte, um authentisch in der Welt zu wirken.
Dieser Prozess kann über verschiedene Zugänge erfolgen – etwa über psychologische Reflexion oder über spirituelle Perspektiven.

Für mich liegt die Stärke im bewussten Zusammenspiel beider Ansätze.
Eine Spiritualität ohne kritisches Denken kann ebenso einseitig sein wie eine Psychologie ohne Intuition.

Nähen kann hier zu einer Methode werden, die innere Themen sichtbar macht.
Form, Material und Konstruktion spiegeln oft mehr als nur äußere Gestaltung.

Aus diesem Gedanken heraus ist unter anderem Arkana entstanden.
Dort werden handwerkliche Prozesse mit übergeordneten Wirkebenen verbunden – etwa Selbstbild, Emotionen oder Spannungsfelder, die jeder Mensch im Leben erfährt.

Die Arkana ist als Werkzeug gedacht
Sie kann helfen, unbewusste Themen an die Oberfläche zu holen, zu reflektieren und auf eigene Weise in das eigene Leben zu integrieren.